Liebe Augustusburger, in wenigen Tagen beginnt der Umbau des Marktes von Augustusburg. Nachdem nunmehr der Neubau des Annagartens fast fertiggestellt ist, der den fehlenden Rundweg rund um das Schloß vervollständigt und ab Frühjahr als Streuobst- und Kräutergarten die Bemühungen des Fürstenpaares August und Anna von Sachsen um die Kultivierung von Obst und Kräutern sichtbar machen soll. Trotz zweier öffentlicher Bürgerinformationsabende zum Thema wird noch immer viel spekuliert. Zum Beispiel auch, dass die Begrünung der Stadt und das Aufstellen des Bronzemodells der Altstadt wohl Parkplätze kosten wird. Dem ist nicht so, denn wir greifen nur überall dort ein, wo man ohnehin schon jetzt nicht parken darf. Lediglich eine Stellfläche – direkt zwischen zwei Hauseingängen – wird verschwinden, denn das Parken dort ist für die Nutzung der Eingänge grenzwertig. Dafür aber kommen zwei neue Flächen dazu. Macht also in Summe Plus 1. Dies können Sie den beigefügten Übersichten auch entnehmen. Ebenso finden Sie dort die Anordnung der Bäume (es handelt sich um Zierbäume), die Verortung des Tastmodells, als Ergebnis einer der Bürgerkonferenzen und ein paar Details, wie gebaut werden soll. Ziel ist, auch diese Maßnahme noch vor dem Winter zu beenden, damit wir im Frühjahr schließlich pflanzen können.

Übersichtsplan des Marktes zur Anordnung der Gestaltungselemente.

Die Bepflanzung selbst schließt sich dem Konzept des Annagartens an. Es wurden also Gehölze gewählt, die auch damals eine Rolle spielten, um das Thema des historischen Gartens auch bis in die Stadt zu ziehen. Das Tastmodell soll die gesamte Altstadt zeigen. Die dazugehörige „Mediabank“ wird es möglich machen, Informationen zur Stadt und auch zu den KLEINSTADTMENSCHEN abzurufen. Die Möglichkeit, an dieser Stelle zu verweilen, ist ebenfalls bedacht. Wir denken, dass diese Maßnahmen die Altstadt weiter aufwerten und wir glauben, dass der Annagarten in Verbindung mit dem Weg durch das Lehngericht bis zum neu gestalteten und erzählenden Markt die Attraktivität der Altstadt noch einmal anheben. Wir hoffen zudem, dass die Besucher des Schlosses künftig diesen Weg wählen, statt wieder über die Pfarrgasse zurück zur Drahtseilbahn zu laufen. Eben jenen Weg, den sie zumeist schon gekommen sind. Eine entsprechende Ausschilderung und Bewerbung werden wir vornehmen. Erklärtafeln und in zweiter Stufe ein Internetguide sollen den Gästen dabei die historischen Hintergründe der einzelnen Pflanzungen erläutern. Kräuterseminare sollen das Ganze dann abrunden.  Und – auch ein Buch zur Geschichte von Anna von Sachsen und ihren Kräutersammlungen ist bereits im Auftrag der Stadt geschrieben worden und soll weitere Zusammenhänge für die interessierten Gäste aufzeigen.

Wir haben lange an diesen Plänen gearbeitet und viel Kraft in das Konzept gesteckt. Insgesamt investieren wir rund eine halbe Million Euro in diese beiden Projekte. Ein Großteil davon Fördermittel des Freistaates und der Europäischen Union. Mitte kommenden Jahres, wenn das erste Mal der Kräutergarten blüht, werden wir sehen, ob diese Pläne aufgehen. Ich bin überzeugt davon, dass dies geschehen wird.

Detailsansicht zur Gestaltung des Platzes rund um das Tastmodell der Altstadt.