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Kunstausstellung in der „Alten Schule zu Hennerdorf“

9.Juni, 11:00 - 16:00

Siegmund Hammermann, Erik Neukirchner

Der Künstler Siegmund Hammermann versteht es in seinen Collagen, Kunstlandschaften zu schaffen, die den Betrachtenden auf eine eigene Reise mitnehmen. Durch leicht nuancierte Farbkompositionen oder feingliedrige Strukturen wird das Auge in Traumwelten geleitet. Dabei zeigt der Künstler scheinbar mühelos eine unendliche Vielfalt an Kombinationsmöglichkeiten von Papiermaterialien auf. Durch seine Sprache in der Collagetechnik, die er zusätzlich mit Farben und Zeichnungen versieht, entstehen beeindruckende Form- und Farbdimensionen. Die unkonventionelle Verbindung aus verschiedenen Papiersorten, Farben, Zeitungsartikeln, grafischen Linienführungen, auch mit dem Einsatz von Rotwein oder Tee, lassen subtile Eigenformen entstehen – ein Spiel, das sich zwischen den gegensätzlichen Polen der Unendlichkeit und dem Konkreten erstreckt. Einige Arbeiten greifen gesellschaftlich geprägte Sehformen auf und führen diese durch künstlerische Verfremdungen ins Absurde, so dass diese eine neue Ausrichtung erhalten. Die Werke von Siegmund Hammermann laden zum „sehen“ und interpretieren ein, sie zwingen nichts auf, sondern lassen freie Denkräume und subjektive Gefühlswelten entstehen.

Neben den Grafiken werden innerhalb der Ausstellung Bronzeplastiken des Künstlers Erik Neukirchner gezeigt. Der Bildhauer aus Hennersdorf – Initiator der Ausstellung – möchte in der „Alten Schule“ Begegnungen zwischen Kunstinteressierten und Kunstschaffenden fördern. Seine Plastiken führen die Betrachtenden in die unmittelbare Auseinandersetzung um das Menschsein sowie mit der Natur – indem er menschliche und tierische Körperformen und Metaphern aufgreift, modifiziert und in gesellschaftliche Diskurse rückt. Der Künstler lässt dabei die Körper von Menschen oder Tieren für sich selbst sprechen, seine Plastiken benötigen keine zusätzlichen Attribute oder Gewandungen, sondern treten direkt und unverstellt auf. Erik Neukirchner fordert mit seinen Werken ein genaues Hinsehen, denn nur dann fallen dem Betrachter die feinen Konturen und Oberflächenbehandlungen seiner Bronzeplastiken auf. So stehen kompakte Formen und eine geschlossene Linienführung, wie beispielsweise beim „Jungen Bullen“, einer zerklüfteten aus Einzelelementen bestehenden äußeren Form, wie beim „Schmerzensmann“, in seinen Werken antagonistisch gegenüber und verdeutlichen die jeweiligen künstlerischen Intentionen. Inhaltlich befasst er sich mit spannungsreichen Themen wie Unschuld und Authentizität, Hoffnung und Stabilität, Leiden und Schönheit sowie Geburt und Tod.

Die Besucher der Ausstellung dürfen sich auf ein abwechslungsreiches und bewegendes Wechselspiel aus Farben und Formen aus Papier und Bronze freuen und sind herzlich dazu eingeladen, die Kunstwerke durch ihre eigenen Interpretationen auf sich wirken zu lassen. Die Ausstellung in der „Alten Schule zu Hennersdorf“ lädt noch bis zum 6. Oktober zur Besichtigung ein.  Geöffnet ist an Sonn- und Feiertagen von 11:00 bis 16:00 Uhr und auf Wunsch nach telefonischer Absprache unter 037291 183248. (Antonia Krüger)

Veranstaltungs-Tipp

Nutzen Sie den Tag auch für einen Besuch der Ausstellung „Karsten Mittag – Refugien, Malerei“ im Atelier des Lotterhofs, die im Rahmen der Aktion Kunst:offen von 10:00 bis 18:00 Uhr zu besichtigen ist, sowie für einen Besuch des Kunstmarkts in der Augustusburger Altstadt, der von 11:00 bis 17:00 Uhr zum Bummeln einlädt.

Veranstalter

Bildhauer Erik Neukirchner
Telefon:
037291 183248
E-Mail:
mail@erikneukirchner.de
Website:
www.erikneukirchner.de

Veranstaltungsort

„Alte Schule“ Hennersdorf
Augustusburger Straße 14
Augustusburg OT Hennersdorf, 09573 Deutschland
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